....Es scheint bei Annunciata Foresti nicht von ungefähr zu kommen, dass der künstlerische Ausdruck sich im Lauf der Jahrzehnte sich dem Thema Struktur, Muster , dem - jedoch nur scheinbaren - Rapport, dem "déjà-vu" zuwendet.
Es ist das große Lebensthema der Wiederholung, der Reihung, der Wiederkehr - jedoch nicht der rein
mechanischen Wiederkehr, der Reproduktion des standardisiert Gleichen, des geglättet Perfekten, sondern der
sehr individuell ausgeprägten Wiederkehr des zugrundeliegenden Musters, des Grundcodes, des geistig-seelischen
Genoms mit seinen vielen - auch überflüssigen - Sequenzen, dessen Wesen gerade nicht das Vollkommene, die
Erinnerung an eine vermeintlich ursprüngliche Ganzheit ist, sondern eine Art multiple Potenzialität, die sich in
milliardenfach möglicher Ausprägung darstellen kann.
Auszug aus einer Laudatio von Stefan Hirsch,
Bezirksheimatpfleger

Berge, Acryl auf Leinwand, 50x150, 2011