Reinszenierung der Ankunft eines italienischen Gastarbeiters nach Starnberg
im Jahre 1958
"GELIEHENE HEIMAT"
Fotokopien 90x120 cm
anläßlich der Austellung in Starnberg "Hotele Daheim" 2008
Katalog
(Fotos aufgenommen am Dießener Bahnhof)
1958 geliehene Heimat
Mit Marienbildchen in der Geldbörse, vom Heimatdorf
in Norditalien nach Söcking, in eine Baracke.
Was erwartet mich? Ich bin selten mit dem Zug gefahren, nie so weit, über die Alpen. Es ist kalt.
Wir müssen uns warme Kleidung kaufen. Geld?
Wieviel werden wir verdienen? Als Schreiner, Maurer oder Zimmermann?
Sie teilen uns ein, geben uns Nummern - wo ist
unsere Unterkunft? Ich bin aufgeregt. Wir kommen
in eine Baracke, sechs Betten und ein Waschbecken.
Es zieht kalt durch die Fugen, ich verstehe die Sprache nicht. wer bist du Deutschland? wer bist du Starnberg?
bist du freundlich zu mir?
1958 patria in prestito
con l´immagine di Maria nel portafoglio, dal
mio paese di nascita nel Norditalia a Söcking,
in una baracca.
Cosa mi aspetta? Di rado sono andato in treno, mai così lontano, al di la delle Alpi. Fa freddo. Dobbiamo comprarci dei vestiti caldi. Soldi?
Quanto guadagneremo? Come falegname, muratore o carpentiere?
Ci classificano, ci assegnano numeri - dove
sarà il nostro alloggio? Sono eccitato. Arriviamo nella baracca, sei letti e un lavandino.
Tira un vento gelido dalle fessure, non capisco la lingua. Chi sei, Germania? Chi sei, Starnberg?
Sarai gentile con me?
Text: Annunciata Foresti |