Der Virus hat uns fest im Griff.

Aber welcher Virus? Ich sehe auch noch einen anderen Virus, den gesellschaftlichen Virus. Er heißt Gewinnmaximierung und Kälte zwischen den Menschen, dieser Virus ist durchtränkt von Profitgier, dem Streben nach noch mehr Wohlstand, egal wie es anderen geht.
Der macht mir mehr Angst.
Wir müssen aufstehen gehen diesen Virus, wie damals nach Tchernobyl. Selbst die Kanzlerin wurde damals zur “Atomkraftgegnerin”, damals kamen die Gedanken, dass Atomkraft nicht unsere Zukunft sein kann. Bei Tchernobyl waren meine Kinder noch sehr klein, sie durften wochenlang nicht raus zum spielen in den Garten, Gemüse und frische Ware war Mangelware bzw wurden nicht gegessen ausser aus den Ländern, wo die Wolke nicht darüber gezogen ist. Wir sind damit fertiggeworden. Aber wir sollten aus Krisen lernen.
Das Problem und die Gefahr haben wir immer noch, alternative Möglichkeiten der Energiegewinnung werden durch gesetzliche Vorgaben verhindert.

Aber nicht nur dass Krankenschwester, Pfleger, auch KrankenhausÄrzte, Kindergartenpersonal, LehrerInnen, PflegerInnen werden abgebaut, der Schlüssel dafür immer mehr vergrössert und die Bezahlung stagniert. Den KindergärtnerInnen, Hebammen wird es immer schwerer gemacht. Sie müssen eine sehr lange Ausbildung machen und bekommen vergleichsweise wenig Gehalt dafür. 

Jammern auf hohem Niveau, was Händewaschen, Sozialkontakte meiden? Daheim bleiben? Es ist so lächerlich wenig, was uns abverlangt wird. Dennoch machen sich noch viele darüber lustig.

Es wird vorübergehen und ich werde etwas davon mitnehmen. Den CoronaVirus jetzt mit allen stehenden Mitteln flach halten, aber auch eine Vision hat sich in mir verstärkt: die Gemeinwohlökonomie. Ich halte das für immer wichtiger im gesellschaftlichen Leben.

Es soll uns allen gut gehen (Grundeinkommen) finanziell, wie die Versorgung der Kranken, Älteren, Kindern. Die gierende Großindustrie, die Politik die sich den Gesetzen der Großkonzernen unterwerfen, die Großbanken, die Finanzgeschäfte. Von dieser Prämisse mehr und mehr wegkommen. Wir sind am Gipfel unseres Wohlstandes angekommen. Großindustrie, Bankenvorstände verdienen im Monat ein vielfaches davon, was eine Krankenschwester verdient, warum eigentlich? Wer hat mehr Verantwortung? Mehr dem Menschen und nicht der Wirtschaftsmacht dienen, dafür werde ich mich einsetzen und ich freue mich darauf.

Aber jetzt beuge ich mich den Erfordernissen, die notwendig sind und bedanke mich an alle Krankenschwestern, ÄrzteInnen, AltenPflegerInnen, PolizistInnen und KassiererInnen und ja bitte einen Scheck an jedermann und an Gewerbetreibenden einen größeren.

Und ja lasst uns aus dem Fenstern singen und zusammenhalten, denn die Gemeinschaft ist das schönste was wir Menschen haben. Mehr Seelennahrung gibt es nicht. Kultur verbindet!